Schön, dass wir die Wahl haben! (Bürgerbeitrag 18.04.2012)

Wer seit geraumer Zeit das kommunal-politische Treiben beobachtet, wird bemerkt haben, dass sich so Einiges tut. Man hört hier, man unterhält sich dort, die Kandidaten stellen sich vor, besuchen Vereine usw. Ich möchte heute, über einen Leserbrief, meine Gedanken zum Wahlkampf veröffentlichen. Ich mag vielleicht irren, doch die Demokratie legitimiert ja, Gott sei Dank, die Meinung des Einzelnen.

Einen netten amtierenden Bürgermeister, welcher Blumen verschenkt, dass Gespräch zu den Mitbürgern in den Vorgärten sucht und der eine schier unerreichte mediale Präsens zeigt, haben wir. Propagiert wird mit bereits Erreichtem, bzw. laufenden Projekten mehr, als mit Zielen für die Zukunft.

Zum Bespiel ist der Spatenstich für den Anbau des Kindergartens in Brotterode, in der Wahlwoche, ein guter Schachzug. Hier waren und sind aber auch viele andere schon seit Monaten aktiv, damit das nun endlich möglich wird.

Ein Thema aus der Vergangenheit scheint völlig vergessen! Ich vermisse, dass die Inhalte aus den emotionalen Fraktions- und Stadtratssitzungen von vor ca. einem Jahr, im Hotel Quelle in Brotterode, angesprochen werden. Herr Heim, der jetzt als Landrat kandidiert, nannte die damals beschriebenen Sachverhalte wörtlich: „…mittelalterliche Verhältnisse…“ und forderte nachdrücklich deren Aufklärung. Doch wie von Geisterhand gewollt, bleiben diese Themen völlig unberührt!

Jedoch tauchen seit damals bereits verloren geglaubte und aus Überzeugung zurückgetretene FDP- Stadtratsmitglieder, urplötzlich als Kandidaten für das Amt des Ortsteilbürgermeisters wieder auf. Der momentan amtierende Ortsteilbürgermeister führt das Amt, in gewohnter „Undercover- FDP-Manier“ weiter. Als Einwohner dieser Stadt, warte ich bislang vergeblich auf die versprochenen Bürgerversammlungen! Zu besprechen gäbe es wirklich mehr als genug und nicht zuletzt wird ja dieses Amt auch honoriert.

Gut fand ich den Versuch der Grünen, alle Kandidaten, sowie den Bürgermeister in einer Runde zusammen zu bringen. Jeder kann sich kurz vorstellen und dann die Fragen der Bürger beantworten. Hier hätte man vergleichen und sich eine Meinung bilden können. Leider erschienen die Kandidaten der FDP, als auch der amtierende Bürgermeister nicht.

Als Wähler setze ich voraus, dass alle Ihr Bestes geben und Ihre Entscheidung zur Kandidatur und auch im Amt aus innerer Überzeugung treffen bzw. getroffen haben. Ich finde es eine sehr interessante und gute Chance für Brotterode-Trusetal, dass auch ein Kandidat zur Wahl steht, der bislang fest in der freien Wirtschaft verankert ist.

Als gelernter Diplomkaufmann könnte er der finanziell angeschlagenen Stadt sicher gut helfen. Mit seiner ruhigen und sympathischen Art, hat er gute Vorrausetzungen sein Wissen in Zukunft mit einzubringen. Auch hat frischer Wind und ein Generationswechsel in der Vergangenheit, hier und dort, schon so Einiges bewegt.

In diesem Sinne.
Schön, dass wir die Wahl haben!

Christian Löffler
Brotterode

Das Original ”Schön, dass wir die Wahl haben” (Directors Cut 🙂 )
Ungekürzt, viel Spaß beim Lesen und Vergleichen.
Quelle: https://www.Facebook.com/photo.php?fbid=2943936158904

4 Gedanken zu “Schön, dass wir die Wahl haben! (Bürgerbeitrag 18.04.2012)

  1. ehrmann

    Hallo Ralf, entweder bist du geblendet durch 6 Jahre Selbstinszenierung des Karl Koch in der Presse oder du bist notorischer Linkswähler. Ich hoffe natürlich das Erste trifft zu, ansonsten könnte man sich jeden weiteren Kommentar sparen. Außer Schaden anzurichten zulasten der Kommune (Mommelsteinradwanderweg, Ziegenbuche, unsägliche Gewas Planung usw. ) hat er nichts gerissen. Sag mir bitte 3 positive Dinge, wirklich nur 3 in 6 Jahren. Und fang mir bitte nicht mit Nelken verteilen oder Präsentkörbe ausfahren an – da ist er unschlagbar. Und natürlich die selbstdarstellerischen Pressemitteilungen sind nicht zu vergessen. Wenigstens was lernt man in Schleusingen auf der Parteischule

  2. Ralf

    Normal
    0
    21

    Hallo Ehrmann,

    Nun
    ja, ich finde es sehr bedenklich, dass Sie mich hier so angreifen, nur weil ich
    Herrn Wolf nicht ,wie hier üblich, in den Himmel lobe. Solch ein Verhalten sagt
    viel aus und es liegt nicht an mir, das weiter zu beurteilen.

    Ich
    bin weder ein notorischer Linkswähler, noch sehe ich die transparente (haha)
    Pressearbeit von Herrn Koch als Verblendung oder Selbstinszenierung. Zudem
    spielen bei Personenwahlen die Parteien eine eher untergeordnete Rolle. Inhalte,
    fundiertes Wissen und fachliches können sind entscheidend. CDU, Linke, Grüne,
    FDP, Brotteröder oder Trusetaler sind relativ unwichtige Aspekte, wenn es um
    eine fähige Person geht. Bei Land- und Bundestagswahlen alterniert man ja auch
    zwischen Erst- und Zweitstimme und wählt nicht stupide rein nach Partei. Es
    sollte zumindestens so sein, wenn der mündige Wähler seinen Wahlauftrag ernst
    nimmt. Nebenbei bemerkt, ist es auch gar nicht so falsch, etwas, was man
    handfest geschaffen hat, auch gebührend publik zu machen. Schlimm wird es erst
    dann, wenn man sich in Szene setzt, ohne dabei wirklich etwas vorweisen zu
    können. Meiner Meinung nach ist zweiteres eher Verblendung.
    Ok…Mommelsteinradwanderweg: da hatte der gewählte Gemeinderat sein letztes
    Wort. Ziegenbuche: da hatte wohl der Forst (die genaue Bezeichnung ist mir
    entfallen) das letzte Wort. GEWAS: ist nicht Aufgabe des Bürgermeisters und wird auch unter einem Bürgermeister Herrn Wolf sein ‚Unwesen‘ treiben. All
    das konnte man aber auch schon über Jahre hinweg der Presse entnehmen. Und
    warum? Weil Herr Koch schon lange vor Herrn Wolf seine Arbeit transparent
    gestaltet hat. Dumm wird es erst dann, wenn Menschen keine Presse verfolgen
    können oder wollen, dann aber oftmals so tun, als wären sie allwissend oder hätten die Wahrheit für
    sich gepachtet.

    Gut,
    drei positive Dinge: Lesen Sie bitte die Presse der vergangenen Jahre und
    laufen Sie mit offenen Augen durch Trusetal. Und Herr Wolf, was hat er denn so
    geschaffen? Ach stimmt, er hat ja die Kommunalpolitik erst kürzlich für sich
    entdeckt. Für den Stadtrat in Brotterode zu kandidieren ging ja offensichtlich
    nicht, sonst hätte er es sicher schon vor 20 Jahren getan. Immerhin ist er doch
    Brotteröder und ihm liegt die Stadt am Herzen. Und in der Politik ist er gar so
    flexibel, dass er als parteiloser gleich zwei Fraktionen hinter sich hat. CDU
    und Freie Wähler; vor einigen Jahren waren die doch mal ziemlich gegensätzlich.
    Und nun tritt Herr Wolf für beide an? Ich bin verwundert. Soviel zu seiner
    Geradlinigkeit.

    Ach,
    Nelken verteilt Herr Koch schon sehr sehr lange und war damit auch schon auf
    dem Schmalkalder Marktplatz zu sehen. Den Frauentag hat er nicht erst im
    Wahljahr für sich entdeckt. Aber gab es da dieses Jahr nicht erst einen kurzen
    Artikel von Herrn Wolf bezüglich des Frauentags? Wahrscheinlich habe ich dessen
    Auftritte die Jahre zuvor nur nicht bemerkt. Ich kann mir nämlich nicht
    vorstellen, dass Herr Wolf einer dieser Menschen ist, der sich im Wahljahr
    selbst inszeniert. Und das mit dem Präsentkörben gab es auch schon vor Herrn
    Koch. Doch all das ist Ihnen sicher entgangen. Kann ja mal passieren. Was
    Schleusingen oder Parteischule betrifft; damit kenne ich mich nicht so gut aus.
    Aber ich vermute, dass es den einen oder anderen im Ort gibt, der Ihnen davon
    mehr erzählen kann. Doch bitte wenden Sie auf der Suche danach Ihren Kopf nicht
    nur ideologisch nach links.

    Ich
    denke, ich habe Ihnen ehrlich genug dargestellt, was ich von unserer Situation
    halte. Was ich aber gerne noch erwähnen möchte, ist, dass Herr Koch am 22.4. in
    Trusetal ein gutes Wahlergebnis erzielte. Die Frage, die ich mir nun stelle,
    ist, wie das denn sein kann, wenn er so ein schlechter Bürgermeister ist? Was wiegt
    nun mehr; einige unqualifizierte Meinungen oder Stimmzettel? Herr Koch hat
    bewiesen, dass er seinen Job gut kann. Herr Wolf…er ist halt Brotteröder und
    vielen reicht das als Qualifikation schon aus. In der KiTa bei einer AG
    Bürgermeister ist das vielleicht ganz lustig, aber nicht bei einer
    verschuldeten Stadt mit realen Problemen. Da sollte schon man schon auf Inhalte
    und Erfahrungen schauen. Ich persönlich würde Herrn Wolf empfehlen, 2014 für
    den Stadtrat zu kandidieren. Da lernt er womöglich sogar noch etwas dazu.

    Grüße

    Ralf

    Die Wahrheit ist ein Finger im Hals derer, die nicht darauf vorbereitet
    sind.

  3. ehrmann

    Hallo Ralf,
    nun möchte ich mich doch noch mal melden, um einiges richtig zu stellen.
     Ihr Artikel ist sicherlich schön zu lesen, doch leider sehr oberflächlich und vom Inhalt mangelhaft. Mein Ziel ist es nicht, Personen zu diffamieren oder anzugreifen. Wenn Sie sich angegriffen fühlten, so tut es mir leid, ich konnte nicht ahnen, dass Sie so sensibel sind.
    Normalerweise hat man als (Wahl)-Verlierer keine Argumente, jedoch geht es mir hierbei um die Richtigkeit der von Ihnen falsch dargestellten Punkte.
     
    Zur Sache:
     
    Mommelsteinradwanderweg:
    Nachdem Herr Koch nach seiner Wahl 2006 einem regelrechten Gutachterwahn erlegen war, lies er ein Gutachten über die Sicherung der Schlucht anfertigen, welches sich über knapp
    300 000 € belief. Über diese immense Summe sollte der Gemeinderat abstimmen. Das dort
    die Emotionen hoch kochten, kann sich jeder denken – soviel kostete nicht einmal der ganze Radweg!!! Alternative Vorschläge waren ein Aufstellen von Schildern mit „Betreten auf eigene Gefahr“ und „Vorsicht Steinschlag“. Herr Koch wollte den „Vollkaskoschutz“ mit
    300 000 €, wobei er schließlich nach harter Debatte eine Mehrheit im Stadtrat um sich scharrte. Im Übrigen kann ich mich erinnern, dass ein Großteil der FW und CDU dagegen stimmte und auf den Schildervorschlag drang.
    Meine persönliche Wertung: Hier braucht man wenig fundiertes Wissen und fachliches Können, sondern Fingerspitzengefühl für die Situation und Blick für die Zukunft – leider ist
    hier beides nicht vorhanden!!
     
    Ziegenbuche:
    5000 € für ein Gutachten für einen Baum auszugeben, der jetzt noch 2 Jahre stehen bleiben darf ist nicht nur hanebüchen und schon gar nicht lustig, sondern fast schon kriminell!!
    Meine persönliche Wertung: Das ist Verprassen von Steuergeldern und sollte aus der eigenen Tasche des Bürgermeisters bezahlt werden. Zu dem ist hier nicht der Gemeinderat gefragt worden, da der BM über ein Budget von 10 000 € selbst verfügt.
     
    GEWAS: 
    Der BM ist Vertreter des Ortes und sitzt  bei der Projektplanung am Verhandlungstisch der Gewas. Peter Fräbel macht es vor – aber Karl Koch ist über Alles erhaben.
    Meine persönliche Wertung: Er kann nicht verhandeln – er ist ständig zweiter Sieger, genau wie er bei der Waldhausstraße noch auf der Stelle tritt. Ist Dir mal aufgefallen, dass das Einbahnstraßenschild still und leise auf   Trusetaler Gemarkung gerückt ist?  Fambach und Schmalkalden dürfen „Ihren Teil Waldhausstraße“ beidseitig befahren. Auf Drängen der CDU und FW gerichtlich eine einstweilige Verfügung zu erlangen, entgegnete der BM nur lapidar
    „Das ist Chefsache“. Wie weit wir jetzt sind, siehst Du ja selbst.
     
    Soweit erst mal zu Deiner oberflächlichen (Presse) Recherche.
    Mein Tipp:
    Besuche öfters mal eine öffentliche Stadtratssitzung, so wie ich es auch seit Jahren tue. Und hole Deine Informationen auch aus persönlichen Gesprächen mit den Stadtratsmitgliedern. Um sich eine Meinung zu bilden, sollte man sich auch mal die Gegenseite anhören.
     
     
     
     
    Im Übrigen haben sich die Versammlungszuschauer schon gefragt, ob der Heigl(Lokalreporter) auf derselben Veranstaltung war, wie sie selbst – so verzerrt waren seine Artikel zu den jeweiligen Veranstaltungen.
     Womit wir hierbei bei dem größten Übel angelangt sind. Thomas Heigl ist persönlicher Freund und Ex-Nachbar von Karl Koch in Schmalkalden. Das wird er Dir bestätigen. Erik Hande (der andere Lokalreporter) ist der Bruder von dem Landratskandidaten der „Linken“ Ronald Hande. Beide dienen einer Tageszeitung, wo zu einem hohen Prozentsatz die SPD Anteilseigner ist.
    Nicht erst Peter Scholl-Latour wusste, dass es keine Pressefreiheit mehr in Deutschland gibt. Berichte und Argumente der Opposition werden bewusst der Öffentlichkeit vorenthalten, durch eigene Wortkreationen verfälscht, ungenau dargestellt oder aus dem Zusammenhang gerissen. Wohin soviel Manipulation der Presse und die Oberflächlichkeit Ihrer Leser führen können, das sieht man ja jetzt in Meiningen.
    Bürgermeister ist jetzt das SPD-Superhirn Fabian Giesder. Laut Aussage von meinen Arbeitskollegen (sie beriefen sich auf ein Flugblatt) hat er weder Berufsausbildung noch abgeschlossenes Studium. Aber na ja, für den Bürgermeister sollte es reichen.
     
    Armes Deutschland.
     
     Wäre es ein CDU- Mann gewesen, stünde 100 % ig sein Lebenslauf in der Zeitung. Womit ich zum Schluss kommen möchte.
    Du hast geschrieben, dass es Dir egal sei, ob CDU, Linke, Grüne etc. unwichtige Aspekte seien. Die Sachpolitik ist die eine Seite, die politische Vergangenheit die andere. Nun muss ich dazu sagen, dass meine Großeltern  (mütterlicher u. väterlicherseits) von den Kommunisten enteignet worden sind. Mein Urgroßvater ist im NKWD-Lager in Buchenwald von den Russen ermordet worden.
    Und unser Alt- und Neubürgermeister diente aktiv in verschiedenen Funktionen 20 Jahre lang diesem Verbrecherregime.
    Viele Bürger in Brotterode-Trusetal teilen das gleiche Schicksal wie meine Großeltern.
    Und Du gibst diesem Handlanger eines Verbrecherregimes deine Stimme?!
    Aber das kannst du ja nicht wissen, da hast ja nur sein Flugblatt gelesen. Sicher ist dir entgangen, dass sein politischer Lebenslauf erst mit 40 Jahren im Jahre 1990 angefangen hat.
    Davor die 20 Jahre wurden „großzügigerweise“ vergessen
     
    Nun verlange ich mit Sicherheit  kein Mitleid von Ihnen. Ich würde mich aber freuen, wenn ich Sie mit meinen Worten zum Nachdenken angeregt hätte. Ich hoffe auch nicht, dass ich Sie in eine tiefe Glaubenskrise gestürzt habe. Ich verlange nur ein bisschen Moral und Ethik für solch ein ehrenwertes Amt. Und ich verlange auch von einem unter 30jährigen, welcher nicht die DDR hautnah miterlebt hat, dass er sich mit der jüngeren deutschen Geschichte befasst und die richtigen Schlüsse daraus zieht. Komme mir bitte nicht mit zweiter Chance oder so. Das sind Phrasen aus dem Hartz IV TV, dafür ist das Thema hier zu ernst.
    Zum Schluss möchte ich Ihnen sagen, dass ich mich freuen würde, wenn Sie öfters auch mal die öffentlichen Stadtratssitzungen besuchen würden.
    Vielleicht sitzen wir dann ja nebeneinander und könnten die Wahrheit gemeinsam unter die Bürger tragen und müssten dies nicht der Presse überlassen.
     
    GOTT SCHÜTZE UNSER DEUTSCHES VATERLAND!!
     
    Ps: Bitte verzichte auf Deine Weisheiten im Schlusssatz, sie lassen darauf schließen, dass du in vielen Foren unterwegs bist, tun aber nichts zur Sache und können manchmal auch zum Bumerang werden.
    In diesem Sinne,
    stecke die Finger nicht so tief in den Hals….
     
    Gruß Ehrmann

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